Dienstag, Mai 01, 2007

Verrückt und ausgefallen…

Habe ich schon einmal erwähnt, dass die Welt an manchen Tagen grausam und ungerecht sein kann? Ich denke schon. Wahrscheinlich habe ich diese Worte in letzter Zeit so oft benutzt, dass sie immer wieder auf mich zurückkommen. Wie ein nerven raubender Computervirus, der kontinuierlich seinen Namen ändert, bevor er sich zerstören lässt.

Während an diesem herrlich, sonnigen Feiertag jeder ein paar schöne Stunden genießt, sitze ich daheim an meinem Schreibtisch und denke krampfhaft darüber nach, wie ich mir die Digitaltechnik schmackhaft machen könnte. Ich habe Kaffee darüber gegossen. Doch selbst das zeigte keinen Erfolg. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich dieses Wissen irgendwann in den nächsten Jahren anwenden werde. Wie oft läuft man im realen Leben einer kleinen Kiste mit verschnörkeltem UND Zeichen über den Weg und lacht: „Hey.. eine logische a^b Verknüpfung.“

Niemals?

Ja.. das hatte ich irgendwie befürchtet. Trotz alledem ändert es nichts an der Tatsache, dass mir genau diese Kisten in elf Tagen hinterher geschmissen werden.

Während ich mich auf der einen Seite unheimlich darüber aufrege, beschleicht mich der Gedanke, dass sich auch morgen noch genug Zeit finden lässt, um diesen Ärgernissen hinterher zu Eilen. Acht lange Stunden werde ich morgen in dem mir so vertrauten Großraumbüro gefangen sein. Ein Tag, der mit Kaffee und Power Point beginnt und spätestens nach der Frühstückspause mit kleinen Ballerspielchen und Super Mario endet. An manchen Tagen frage ich mich wirklich, was ich in diesem Büro verloren habe. Ein Umfeld, in dem man entweder verrückt wird, oder zumindest auf verrückte und ausgefallene Gedanken kommt. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem sich einer meiner Kollegen eine bedeutende Frage stellte. Was passiert, wenn man sich erst am Teppichboden reibt und hinterher an die Steckdose fasst. Geschlagene zehn Minuten robbte er mit seinen Schuhen auf dem Anthrazit farbenen Teppich herum. Das er dabei fünf Mal um den Schreibtisch des Chefs kreiste, kümmerte ihn nicht. Und auch dem Chef schien es egal zu sein. Was zählt schon die Gesundheit eines kleinen Mitarbeiters, wenn man genauso gut Ballonhosen im Otto Versand bestellen kann… *schmunzel*

Bereits nach fünf Minuten galten meine Blicke nicht mehr der begonnenen Arbeit, sondern vielmehr dem Mann, der sich so stark am Teppich aufgeladen hatte, dass sein hellblondes Haar nach oben ragte. Dennoch zeigte ein beherzter Griff in die Steckdose nicht das Ergebnis, mit dem nicht nur ich, sondern auch die restlichen acht Büroinsassen gerechnet hatten. Von einem dezenten knall und lauten "AUA" Rufen abgesehen, passierte nichts Weltbewegendes. Ja.. der Weg zum perfekten IT_Systemelektroniker kann hart und steinig sein…

Ich bin gespannt, was der morgige Tag an Überraschungen bereit hält.

4 Comments:

At 3. Mai 2007 um 08:57, Anonymous Javanoth said...

hoffendlich nur die besten ;)
wobei, überraschungen ja an sich immer gut sind, finde ich zumindest, da sie etwas schwung in den tristen tag bringen können

 
At 3. Mai 2007 um 09:09, Blogger Melli said...

@javanoth

Heute Morgen hat der Bürokaffee geschmeckt.. das war die größte Überraschung, die einem hier widerfahren kann.. ;)

 
At 3. Mai 2007 um 09:13, Anonymous Javanoth said...

na ;)
siehst du?
zumindest etwas. und es scheint wieder ein guter tag zu werden, wenn er schon mit gut schmeckendem kaffee beginnt ;)

hmmmm... seit wann bin ich eigentlich so positiv eingestellt... wird ja fast schon krankhaft *g*

 
At 3. Mai 2007 um 09:35, Blogger Melli said...

@javanoth
Spätestens nach der vierten Tasse Kaffee wird man unfähig, negative Gedanken zu entwickeln.

 

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