Samstag, Mai 05, 2007

Praktikanten

Von allen Wochentagen, die der Kalender zu Verfügung stellt, mag ich den Freitag am wenigsten. Es hat keinerlei Zusammenhang mit Geschichten und Sagen über Pech und Unglück. Es ist nur so, dass Freitage grundsätzlich dazu führen, dass die Welt ein wenig Kopf steht. Ich weiß nicht genau, wie ich dieses Phänomen bezeichnen soll. Gestern ist es mir jedoch erneut widerfahren.

Es fing bereits mit den ersten Stunden im Büro an. Ich mag die Arbeit im Großraumbüro. Wirklich. Unangenehm wird es erst in dem Augenblick, indem das Büro von kleinen Praktikanten und kindischen Auszubildenden der untersten Lehrjahre überflutet wird. Das auch ich einmal diese Phase durchschritten habe, möchte ich an dieser Stelle nicht abstreiten. Fakt ist jedoch, dass ich nicht einmal annähernd so nerv tötend war, wie diese kleinen Kerlchen. Von Morgens bis Abends sind sie am quasseln. Und das ohne Rücksicht auf schwer arbeitende Kollegen, wie ich es bin. Und als wäre dies noch nicht schlimm genug gewesen….ausgerechnet ich scheine hauptansprechofer Nummer eins für sie zu sein.

Kaum hatte ich das Büro betreten, schon setzten sie sich zu mir. Juhu. Der Tag war gerettet. Von der ersten Sekunde an redeten sie mir eine Telefonanlage der größten Ausführung an die Backe. Und sie wollten wirklich ALLES wissen. Woran ich arbeite. Welchem Beruf ich nachgehe. Was für ein Auto ich fahre…ahhrrgg. Nachdem ich rund 30 Fragen beantwortet hatte, versuchte ich es mit purer Ignoranz. Doch es funktionierte nicht. Ehe ich mich versah, hatten sie ein Ratespiel aus meinem Schweigen gebastelt und zeigten keinerlei Scheu, es lauthals zu zelebrieren.

Als meine Nerven kurz vor der Explosion standen, drückte ich ihnen meinen USB Stick in die Hand und gab ihnen den Tipp, einen Blick auf sein Inneres zu riskieren. Zwar herrschte auch im Nachhinein keine Ruhe.. dennoch hatte ich es geschafft, sie einiger Maßen sinnvoll zu beschäftigen.

1 Comments:

At 6. Mai 2007 um 11:31, Anonymous Javanoth said...

*grinsel*
jaja, die lieben praktikaten ;).
hatte auch mal einen. war recht... mühsam, vor allem, da der junge kerl absolut keine erfahrung mit edv hatte, was vor allem schwer ist, wenn man selbst betreuer von sensiblen edv systemen ist.
was will man jenen dann zeigen, wie will man sie ablenken, welche aufgaben soll man ihnen zuweißen... kaffee holen? naja, nicht mal das hat er vernünftig hinbekommen...

aber ich denk mir da immer... die jungen leute von heute wissen noch nicht wirklich wo sie stehen, was sie tun sollen... da sollte man sie, als person, die schon mit der 'marktwirtschaft' und dem 'berufsleben' erfahrung haben und versuchen etwas darauf vorzubereiten...

hach... wie weiße *auf meine pizza wart* *g*

schönen sonntag noch ;)

 

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