Donnerstag, März 15, 2007

...zu heiß ... zu defekt…

Nachdem die Mittagspause begonnen hatte, saß ich wieder allein in meinem Büro. Ich hatte mich schon oft an diesem Tag gefragt, was mein Kollege wohl gerade machen würde. Wie er seinen freien Tag gestalten und ausnutzen würde, bis auf den kleinsten Krümel. Ich sehnte mich so nach ein wenig Unterhaltung. Nach Ideen und Gedanken Austausch. Doch selbst das Fruchtzwerge Männchen war in der Pause verschwunden. Das Büro wirkte wie leergefegt.

Ich versuchte das Beste daraus zu machen und setzte mich zusammen mit meinem Mittagessen an einen sonnigen Fensterplatz, unweit von meinem Schreibtisch. Doch trotz des guten Wetters wollte das Essen nicht so richtig rutschen. Nach den Ereignissen des Tages fühlte ich mich mehr als allein. Und das sich nun auch noch ein Pärchen vor meinem Fenster tummelte, machte die Sache auch nicht gerade einfacher. Ich beobachtete sie eine ganze Weile. Sah ihnen dabei zu, wie sich umarmten, sich streichelten. Sie mussten mit Abstand die glücklichsten T Mitarbeiter in ganz Oldenburg sein...

Es war zuckersüß zu beobachten, wie sie sich auf einen der Bordsteine stellen musste, um ihm in die Augen sehen zu können und ihn liebevoll zu küssen. Eine zierliche Frau mit schulterlangem, brünettem Haar... vielleicht mitte- Ende dreißig. Er hingeben war groß und kräftig. Ein stattlicher zwei Meter Mann mit knappem Haupthaar in leuchtend roter Jacke.

Seufzend sah ich mich in meinem Büro um. Was blieb mir für eine Auswahl? Ich hatte die Auswahl zwischen einem defekten Telefon und einer Teetasse. Zum Kuscheln war die eine zu heiß und das andere zu defekt.

1 Comments:

At 15. März 2007 um 16:20, Blogger Man in Metropolis said...

Manchmal kann das Leben einfach grausam mit einem sein...

 

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