Sonntag, Januar 14, 2007

Die Teeküche

Es war ein ganz gewöhnlicher Morgen, als ich mich zusammen mit meiner Kollegin in der Teeküche wieder fand. Ein viel zu klein geratener Raum ohne Fenster, der dazu auch noch die Form eines Dreiecks besitzt. Aber nun gut. Solange ich nicht bei jeder Umdrehung die Kaffeemaschine von ihrem Platz stupse ( ich drehe mich oft, während ich erzähle), möchte ich auch nicht meckern.

Es macht immer wieder riesigen Spaß, am frühen Morgen abzuwaschen. Dabei den fremden Geräuschen zu lauschen, die aus den endlos erscheinenden Fluren Hallen. Wie von der Tarantel gestochen eilen die Mitarbeiter jeden Morgen um punkt 7:30Uhr durch die Flure. Entweder sie schimpfen vor dem Fahrstuhl oder sie unterhalten sich über nützliche Dinge in ihren Aktentaschen. Erst letzte Woche kam ich in den Genuss von zwei Herren, die sich über Toilettenpapier unterhielten. Über ihre Notwendigkeit und das man immer eine Rolle des Dreilagigen in seiner Aktentasche haben sollte. Für Notfälle. Ich muss an dieser Stelle wohl nicht mehr erwähnen, das ich mehr als entzückt über diese neue Erkenntnis war.

Es gibt nur eine Sache, die mehr Spaß am frühen Morgen bringt. Und das ist unbestritten die Abwaschbezogene Kommunikation zwischen zwei angehenden, weiblichen IT Kräften. Zwar dauert der Abwasch dadurch etwas länger, doch dafür sehe ich es als gelungenen Start in den Arbeitstag an. Auch wenn es sehr feminin klingen mag; Nirgends lassen sich die Highlights der Woche so gut diskutieren, wie in der Teeküche. Irgendwo zwischen Kaffeetassen und Teelöffeln, großen Schräken und weichem Schaum Marke Ozeanfrische.

Ab und zu steckt einer der Kollegen seinen Kopf durch die Tür. Entweder er schnappt sich ein Handtuch und nimmt Teil an unseren prickelnden Gesprächen, oder er schmunzelt, murmelt lachend etwas von Quasseltanten und verschwindet genauso schnell, wie er gekommen ist in den Weiten des Bürokomplexes.

Es kann auch vorkommen, das man direkt mit Arbeit versorgt wird. Mit Fragen, ob man denn nicht Lust und Zeit hätte ein paar Aufgaben in den Tiefen des Kabelschachtes zu erledigen.

Diese Option sorgt seit der letzten Woche für noch mehr Gequassel über prickelnde Dinge des Lebens.. doch dazu mehr in späteren Blog Beiträgen ;-)

2 Comments:

At 14. Januar 2007 um 21:30, Anonymous Deliah said...

7.30?
Da sind ja die Meisten Menschen noch nicht mal in der Lage das Wort Kaffeeküche auszusprechen!

Übrigens, eine Rolle Klopapier ist für den Erdmenschen so wichtig, wie das Handtuch für den Anhalter! ;)

 
At 17. Januar 2007 um 13:27, Blogger Man in Metropolis said...

Ja.. ja.. das Universum ist hart... und man sollte immer wissen wo sein Handtuch ist...

 

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