Freitag, Dezember 29, 2006

Die erste Phase

Langsam jedoch unaufhaltsam, schleicht sie sich von hinten an. Ich bin machtlos. Kann lediglich zusehen und hoffen, das ich auch mit ihr die Stärken zeigen kann, auf die ich in 2 1/2 Jahren meine Luftschlösser erbaut habe.

Als mir in den letzten Jahren Menschen von ihren Sorgen zu dieser Zeit erzählten, schenkte ich ihren Worten lediglich ein müdes Lächeln. Mich würde es nie treffen. Diese unmotiviertheit, dieses Gefühl irgendetwas falsch zu machen oder an irgendwelchen Ecken zu scheitern.

Wie ich doch im Unrecht lag. Denn nun hat sie auch mich in ihren Fängen. Das Gefühl, dass mir sagt, das ich mich irgendwie auf dem falschen Weg zum Ziel befinde. Immer wieder stolpere ich über meine eigenen Füße. Kämpfe gegen meinen inneren Schweinehund und stelle hinterher zweifelnd fest, dass mir meine Werke nicht gefallen.

Und schon ist er wieder da, der riesige Radiergummi, der sich mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke eines jeden Word Dokumentes bedienen lässt. Wieder beginne ich erneut. Lasse meine Finger über die Tastatur schweifen um erneut einen Anfang für mein Lebenswerk zu schaffen. Immer und immer wieder.

Es ist ja nicht so, das es mir an einem Thema fehlt. Doch erscheint es in meinen Augen als eine Unmöglichkeit, all meine Gedanken zu diesem Thema in magere 15 Seiten zu verpacken. Woher die Zusammenhänge nehmen? Woher das Anschauungsmaterial beziehen? Wenn ich könnte, dann würde ich sofort zum Telefon greifen. Würde Kollegen aus ihrem Feierabend rütteln und sie mit Fragen bombardieren. Ich habe so unglaublich viele Fragen. Viel zu viel erscheint noch immer als Fragezeichen, zu dem ich dringend die Antworten benötige.

Zum Glück sind es nur noch wenige Tage, bis ich endlich an meinen Schreibtisch zurück kehren kann. Mein Telefonbuch ist gefüllt mit Nummern, die ich anrufen möchte. Eine Tatsache, die ich keineswegs als Selbstverständlichkeit ansehen kann und will.

Ich habe bereits eine To Do Liste erstellt. Dinge, die ich in einer bestimmten Reihenfolge am ersten Arbeitstag erledigen möchte. Vielleicht sollte ich dabei den ersten Punkt noch einmal überdenken.. Aber nun gut .. ich werde sehen, ob ich meine Wege gehen kann.

Ich habe noch fünf Monate um mein Lebenswerk zu vollenden. Sehr wenig Zeit, in der ich versuchen werde, nahezu jeden Tag auszunutzen. Ich werde es schaffen.

4 Comments:

At 29. Dezember 2006 um 18:42, Blogger Stefan said...

Jaja.... für mein Lebenswerk habe ich mir damals die Zeit genommen. War gut so.
Nimm dir Zeit und überlege. Zeit zum Überlegen. Dann wirds schon. Und fang jetzt schon damit an.

 
At 30. Dezember 2006 um 12:30, Blogger Melli said...

@Stefan
Und dabei hatte ich schon befürchtet, dass niemand etwas mit meinem Blog Beitrag anfangen könne. Erlaubst Du mir bei Gelegenheit einen kleinen Einblick in Dein Lebenswerk?

 
At 30. Dezember 2006 um 12:57, Blogger Stefan said...

Frag mal den Andi. Der hat nen Abzug :D
Ne klar, hau mich mal an und ich schicks dir...

 
At 30. Dezember 2006 um 13:10, Blogger Melli said...

@Stefan
Beim "Andi anhauen" stoße ich meist auf zu wenig Zeit für die Dinge, die ich persönlich für wichtig halte.

Aber vielleicht sollten wir darüber unter vier Augen bei einem Tee reden...

 

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