Sonntag, Dezember 17, 2006

Melli und Bowling

Ich hatte mich an diesem Abend mit meiner lieblings Kollegin und ihrem Mann zum Bowling verabredet. Ich mag Bowling. Doch die Tatsache, dass jeder meiner Mitspieler über 100 erreichten Punkten lag, und ich mich auf gerade mal 29 befand, ließ das ganze etwas kniffelig werden. Gefühlt hatte ich schon lange Löcher in die Bahn geschlagen. Musste dabei immer wieder an eine meiner lieblings Simpsons Folgen denken. Die, in der Marge von Homer eine Bowlingkugel geschenkt bekommt doch dann verzweifelt feststellt, dass sie absolut untalentiert für diese Sportart ist.

Zum Glück hat sie einen netten Franzosen auf der Bahn getroffen. Den hatte ich nicht. Dementsprechend sahen auch meine Ergebnisse aus.

Ursachenforschung :

"Melli, Du musst mehr in die Knie gehen. Die Kugel parallel zu Deinem Körper schwingen, sie vor dem Aufsetzen gefühlt aufsetzten, und so lange wie möglich die Finger in der Kugel behalten..."

Was?! Allein in der Theorie konnte ich mir lebhaft ausmalen, wie ich der Länge nach einen Bauchklatscher hinlegen würde. In der Praxis sah es so aus, dass ich wieder einmal die Kugel auf die Bahn schmetterte und somit ein neues, imaginäres Loch erzeugte.

Auch wenn sich nicht gerade ein neuer Stern am Bowling Himmel aufgetan hat; Es machte wirklich riesigen Spaß. Und das sowohl auf die Sicht des Spiels, als auch auf das Beobachten von waschechten Bowlern in freier Wildbahn.

Mollig Männer über 40, die in auffallend rot geringelten Pullovern mit glitzernden Broschen auf ihrer Brust um Aufmerksamkeit ringen. Oh man.

Nicht nur einmal wurden wir von unseren Bahnnachbarn angesprochen. Während ich die ehr schüchterne Ausführung des Bowlers erwischte, bei dem es mit einem simplen “Hallo” getan war, machte ein Anderer meiner lieblings Kollegin ein schräges Kompliment über ihre “Kugeln”....

Nachdem wir vier Runden gespielt hatten, die ich alle samt mit unter 70 Punkten verlor, beschlossen wir noch etwas Trinken zu gehen. Es ist gar nicht leicht an einem Samstag Abend in der Stadt eine nicht überfülle Bar zu finden.

Irgendwann landeten wir in einer abgelegenen Ecke der Innenstadt. Auch wenn die etwas rustikale Umgebung ungewohnt war, so hatte es doch etwas Gemütliches an sich. Es war schön zusammen die Faszination des Kerzenscheins zu entdecken, über Gott und die Welt zu reden und Gemeinsamkeiten zu entdecken, die bisher verborgen schienen.

Danke an dieser Stelle noch einmal für den schönen Abend :-)

1 Comments:

At 18. Dezember 2006 um 17:13, Anonymous Saskia said...

hi melli,
ICH muss mich bedanken für den tollen abend. das hat wirklich riiiiesigen spaß gemacht ;-) aber ich muss nochmal eben anmerken, dass der "nette" herr nur eine meiner kugeln toll fand... *kopfschüttel* :D
bis bald

 

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