Montag, November 27, 2006

Klarstellender Überblick

Es ist spannend anzusehen, welch wirre Texte ich unter dem Einfluss von zu viel Koffein verfasse. Es ist mehr als ein Schmunzeln auf meinen Lippen, wenn ich an dieser Stelle klarstelle, dass ich keine Tastatur auseinander gepflückt habe. Ich beschränke mich hierbei auf magentafarbene T Puschel, die teils wahllos an den Wänden kleben. Und diese kann man noch nicht einmal essen ( es ist nicht so, dass ich an der Tastatur knabbere!).

Der heutige Tag erschien auf den ersten Blick so ereignisvoll, dass ich jeden neu gewonnenen Eindruck spontan festhalten wollte. Das Ergebnis wird der ein oder andere Leser mit Sicherheit bereits genossen haben.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die Highlights zurückblicken, die ich niemandem vorenthalten möchte.

Bei dem heutigen Tag handelte es sich nicht einfach nur um einen Arbeitstag. Es war mehr als das. Dieser Montag war der letzte Tag, an dem ich unter dem Einfluss meines Chefs stand. Er begleitete mich seit meinem ersten Arbeitstag in diesem Konzern....

Ich bin mir darüber im Klaren, dass es für viele dort draußen eine Selbstverständlichkeit darstellen wird; der tägliche Umgang mit dem Chef.

Nun ist es jedoch der Fall, dass es nicht überall so ausschaut. Es ist ein seltsames Gefühl, wenn ich darüber nachdenke, dass mich mein oberster Chef noch nicht einmal in seiner Laufbahn gesehen hat. Während ich seinen Namen im Schlaf aufsagen kann und sein Foto instinktiv in meinem Kopf abgespeichert habe, weiß er noch nicht einmal, dass eine Melli für ihn arbeitet. In seinen Augen bin ich wahrscheinlich nicht mehr als ein Staubkorn. Ein kleiner unbedeutender Fussel, der sich nach seinen Vorstellungen bewegt. Das soll nun in keiner Form negativ klingen!
Ich arbeite sehr gerne für ihn. Ich achte ihn und respektiere ihn. Diese Worte über eine fremde Person zu sagen, bekräftigt meine Hochachtung.

Nun gut. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht zu weit vom Thema abschweifen. Fakt ist, dass der Mann, den ich seit langem als Chef ansehe, seinen letzten Arbeitstag hinter sich gebracht hat. Die Tatsache, dass ich ihm wohlmöglich nie wieder im Flur begegne, hat mich scheinbar etwas hibbeliger und aufgebrachter erscheinen lassen, als ich es an ehr unspektakulären Tagen bin.

Ich werde ihn Mittwoch ein letztes Mal sehen. Werde zusammen mit ihm und seinem Stellvertreter zu Abend essen und über die alte Zeit philosophieren. Ich bin in jeder Hinsicht gespannt, was mich erwarten wird.

5 Comments:

At 28. November 2006 um 23:36, Blogger Oles wirre Welt said...

Den Chef als Unbekannten hatte ich bislang noch nicht. Dort, wo ich gearbeitet habe ebensowenig wie als Student. Wobei: Ich habe unsere derzeitige Rektorin auch nur zweimal eher flüchtig gesehen...

Große Grüße gen Godensholt! (Nimm bloß nicht persönlich, wenn ich derzeit kaum kommentiere! Ich bin derzeit einfach fast den kompletten Tag vom Netz abgeklemmt [nachdem ich langsam gesunde] und sitze an Wahlurnen rum. Da kommt man nebenher zu sehr wenig!) :)

 
At 29. November 2006 um 12:15, Blogger Melli said...

@Ole
Mache Dir darüber bitte keine Gedanken ;)

Auch mir fehlte in den letzten Wochen häufig die Zeit, um abzuschalten und mich den Textzeilen zu widmen, die mir in den Kopf kamen.

Auch wenn viel dabei verloren gegangen ist, (ich sollte über die Anschaffung neuer gedanklicher Tupperdosen nachdenken...*schmunzel*), so muss man manchmal Prioritäten setzen.

 
At 30. November 2006 um 11:40, Anonymous magmeinenseat said...

meinst du nicht das du dich wesentlich kleiner beschrieben hast als du tatsächlich bist?
Dein oberster chef mag zwar wesentlich mehr macht haben aber ohne jedes einzelne individum würde auch die größte firma nicht laufen.
Jede Ameise in einenm haufen hat halt ihren zweck!!!

 
At 30. November 2006 um 19:30, Blogger Melli said...

@MagmeinenSeat
Welch interessanter Vergleich...

Ich habe mir noch nie vor Augen geführt, wie sehr das ganze einem Ameisenhaufen ähnelt. Vertrauen, im Team arbeiten um zu überleben und kämpfen, damit es eine Zukunft gibt. Nicht nur für sich selber, sondern ebenso für das Kollektiv.

 
At 11. Dezember 2006 um 20:31, Anonymous magmeinenseat said...

genau richtig!!! es geht halt nicht ohne das kollektiv! einige sind der meinung das es doch geht, aber diese art von mensch hat es meist doch echt schwer im leben.

 

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