Samstag, Juni 17, 2006

Die Würfel sind gefallen...

Ich kann noch immer nicht realisieren, dass die letzte Woche vorbei ist. Wenn ich mich wage zurück erinnere; Ich kann mich an keine ruhige Minute erinnern. Selbst wenn ich mich für wenige Augenblicke auf meinem Sofa nieder ließ… immer waren da diese Unmengen an Zettel und Hefte und Bücher und… es war einfach zu viel.

Ich bemerkte Donnerstag Abend, dass sich weit über meine gesteckten Grenzen hinaus gegangen war. Der Kaffee wurde immer stärker und meine Gedankengänge schienen von Sekunde zu Sekunde immer mehr an Verzweiflung zu gewinnen. Ein hektischer Blick auf die Uhr verriet, dass es schon wieder weit über 21:00Uhr war. Und wieder befand ich mich noch viel zu weit entfernt von meinem Ziel.
Nach neun Stunden Schule, zwei Stunden Autofahrt und, fünf Stunden lernen kapitulierte ich. Langsam schleppte ich mich in mein Bett… immer noch befanden sich Zettel in meinen Händen mit denen ich die Nacht verbringen wollte.

Ich war so müde wie nie zuvor in meinem Leben…. Das letzte mal sah ich um 23:30Uhr auf die Uhr… dann schlief ich ungewollt über meiner Arbeit ein.

Ich erinnere mich noch genau an den Traum, der mich heimsuchte.
Es schien, als würde sich die Welt ohne mich drehen. Als würde die Zeit an mir vorbei laufen, ohne das ich jeglichen Einfluss darauf ausüben konnte. Waren es Stunden, Tage, Wochen, oder Monate in denen ich mich plötzlich wieder fand? Wie aufgeschreckt aus einem Traum, hineingestellt in Schlüßelereignisse, mit denen ich nichts anfangen konnte. Immer und immer wieder…

Ein hektischer Atemzug, dann fand ich mich senkrecht sitzend in meinem Bett wieder. Wie oft rieb ich mir die Augen, bis ich realisierte, dass ich wirklich wach war? Wie lange hatte ich geschlafen? Ein vorsichtiger Blick zu meiner Uhr: 23:57Uhr.
Von da an konnte ich beim besten Willen nicht mehr einschlafen.
Wie gerne hätte ich in dieser Nacht jemanden neben mir gehabt, an den ich mich hätte ankuscheln können…..
Doch ich war allein. Und ich hatte Angst.

Nach knapp vier Stunden schlaf rollte ich mich vorsichtig aus dem Bett. Noch immer war ich gezeichnet von der harten Nacht die ich hinter mir hatte.
Mein Magen und mein Kopf fühlten sich an, wie nach einer endlos durchgefeierten Nacht….. Doch trotz alledem zog ich den Tag durch.
Und ich bestand meine Cisco Arbeit mit 82,7%.

Auch wenn ich mich in dem Moment nicht darüber freuen konnte, so war viel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Mit dem Bestehen dieser Arbeit läutete das Ende dieser anstrengenden Ära ein.

An dieser Stelle einen unbeschreiblich großen Dank an Thor, der mich in dieser Woche so oft unterstützt hat, mich in seine starken Arme genommen hat, wenn ich kurz vor dem Abgrund stand und der immer mit lieben Worten und einem Kaffee für mich da war, wenn ich ihn gebraucht habe. Danke.

2 Comments:

At 18. Juni 2006 um 00:30, Blogger Asgard said...

Wow, was für ein Herzergreifender Text. Romanreif, ich liebe deine Art zu schreiben, ich bin jedesmal aufs neue begeistert, wie wortgewant du die Wörter hintereinander reihst und zu vollständigen, sinnergebenden und sehr schön lesende Sätze formst. Wenn ich deine Texte lese ist es als würde ich mein Lieblingsessen essen. Da ist soviel Herzblut dirn, es ist echt schön. Achja vielen dank für deinen Dank. Und vergiss nie: ich bin immer für dich da, egal was kommt.
Hab dich Lieb...
Thor

 
At 18. Juni 2006 um 01:50, Blogger Stefan said...

Du weißt, dass es immer zwei Wege gibt. Wähle den, der dir das Ergebnis bescherrt nach dem du dich sehnst. Hierbei ist es völlig Egal ob der Weg der "falsche" oder der "richtige" ist.

Dies gilt nur leider nicht für alle Lebenslagen.... aber für CISCO Tests sind sie ganz sicher optimal. Alles weitere muss man mit seinem Gewissen aushandeln.

 

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