Samstag, Februar 17, 2007

Doch nicht so negativ...

Vielleicht habe ich gestern Abend etwas überreagiert. Aber ich bin mir sicher, das es nicht nur mir an manchen Abenden so ergeht. Es ist spät, dunkel und man hat mehr Kaffee getrunken, als es eigentlich gut für einen wäre. Ja.. es sind genau diese Situationen, in denen man solche Blog Beiträge wie den gestrigen verfasst.

Die vergangene Woche hatte nicht nur negative Seiten. Schon am ersten Tag habe ich einen Wasserkocher auf meinem Schreibtisch entdeckt. Auch wenn dieser aufgrund mehrerer unidentifizierbarer Braunschichten dringend eine Generalreinigung benötigte, es war ein Wasserkocher. Ein weißer Plastikfreund, der mich mit koffeinhaltigen Heißgetränken durch den Tag bringen würde. Als ich dann den Stecker in die Steckdose steckte und diese Gerätschaft wirklich seinen Inhalt heiß werden ließ.. ja, es war ein schönes Gefühl. Wie heißt es so schön? Es sind die kleinen Dinge, die einem den Tag versüßen.

Darüber hinaus komme ich jeden Tag in den Genuss einer wirklich exklusiven Damentoilette. Es ist nicht so, das dieses stille Örtchen magentafarbend ist. Dazu kommt die Tatsache, das ich erst ein Stockwerk nach oben laufen muss, wenn ich diesen Luxus in Anspruch nehmen möchte. Dafür erwartet mich dort eine Aussicht, die sich mit Sicherheit so manch ein Chef in seinem Büro wünschen würde. Sobald ich die Tür hinter mir geschlossen habe, bin ich einem Fenster so nah, das ich ohne weiteres den Arm heraus halten könnte. Jeder der nun an ein kleines Toilettenfenster denkt, hat weit gefehlt. Dieses Fenster hat die Maße einer Balkontür. Gut, einer falsch herum eingebauter Balkontür, aber man könnte genauso gut heraus springen.

Dank des fehlenden Guckschutzes und der optimalen Ausrichtung kann man von dort aus wunderbar den Sonnenaufgang beobachten. Und wer kann es einem schon übel nehmen, wenn man morgens eine halbe Stunde auf dem stillen Örtchen verbringt? *lach* Dazu habe ich direkten Blick auf das bunte Treiben unten auf der Hauptverkehrsstraße. Was möchte man sich da noch mehr wünschen?!

Ich habe gleich am ersten Tag einen Gang um das Gebäude gemacht, um zu sehen, ob mich die Menschen sehen können, die ich zu sehen bekomme, wenn ich mich in der Porzellanabteilung befinde. Das Ergebnis: Egal wie große sie sind, egal wie scharf ihre Sehstärke ausgefallen ist, egal aus welchem Winkel sie nach oben in den ersten Stock blicken; Sie können nicht durch dieses eine Fenster sehen.

Vielleicht ist der Büroalltag doch nicht so negativ, wie ich ihn zuerst eingestuft habe ;)

4 Comments:

At 17. Februar 2007 um 15:21, Anonymous Jung-Ewig-Sucht said...

Am Anfang sieht man meist immer alles schwarz. Alles ist neu..., Job, Umfeld und Kollegen. Wenns dann sogar nicht läuft, wie man es kennt und gewohnt ist, dann fällt man leicht ins Negativdenken. Gib Dir ein bißchen Zeit. Freut mich aber das es dir heute scheinbar etwas besser geht.

 
At 17. Februar 2007 um 15:35, Blogger Melli said...

@Jung-ewig-sucht

Es scheint, als würdest Du aus Erfahrung sprechen... Danke für die netten Worte! :)

 
At 17. Februar 2007 um 18:46, Anonymous Jung-Ewig-Sucht said...

Ja, hab auch schon das eine oder andere Mal den Job und die Umgebung wechseln müssen. Kann das gut nachfühlen. Schönes Wochenende wünsch ich Dir.

 
At 17. Februar 2007 um 20:27, Blogger Melli said...

@Jung-ewig-sucht

Es ist schön zu erfahren, dass auch andere Menschen diese Job bedingten Gefühlsschwankungen kennen ;)

... Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende! :)

 

Kommentar veröffentlichen

<< Home