Dienstag, September 26, 2006

Optionen einer Idee

Manchmal kommt es vor, dass einem in Momenten der Verzweiflung Ideen durch den Kopf schießen. Es spielt keinerlei Rolle, ob diese von guter oder schlechter Natur sind. Plötzlich sind sie da… und warten gespannt auf ihre Ausführung.

Während man gestresst und mit Angst in den Augen zusammengekauert vor einem alten Monitor hockt, ist es eine gute Idee kurz aufzustehen. Sich die Beine zu vertreten und so wohlmöglich auf bessere Gedanken zu kommen. Es ist ein schönes Gefühl allein durch die Flure zu gehen.
Die dort herrschende Ruhe genießen.
Kombiniert durch das einfallende Sonnenlicht scheinen sich alle angesammelten Anspannungen auf einmal zu lösen.
Ab und zu trifft man auf Fremde Gestallten.
Vielleicht sogar auf ein erwidertes Lächeln…

Soviel zu der Option der guten Idee.

Eine Schlechte Idee war es, mich genau in dem Augenblick zu erheben, wie es ein Kollege tat. Ich kannte diesen Mann. Schon oft wurde er mir in Lerngruppen zugeteilt.
Einmal schlug er mir vor, zusammen mit ihm und seiner Frau in einen Swingerclub zu gehen.
Er erzählte alles. Ließ keines seiner Brisanten Details aus… Und auch wenn ich es nicht hören wollte.. meine Ohren standen auf Empfang. Unzählige Male sprach er mich auf meine Wochenendpläne an. Was ich vor hätte.. was ich machen würde. Ob ich nicht Interesse hätte mit ihm etwas trinken zu gehen. Meine Antwort lautete in jedem Fall nein. Sie würde auch nein lauten, wenn er 20 Jahre jünger wäre….

Ich bemerkte, wie er auf mich zu kam. Ich konnte jeden seiner Schritte hören. Blicke trafen sich. Dieses seltsame lächeln in seinem Gesicht..
Er sagte;

“Ich bin dieses Wochenende allein… magst Du mich besuchen
kommen…?”


Sekunden verstrichen, während ich
nach einer passenden Antwort suchte.


“Nein…”

“Arbeitest Du eigentlich immer noch in diesem
Call Center..?”


“Ich bin schon lange nicht
mehr in dem Bereich tätig, den Du als Call Center bezeichnest…”


“Schade….”

“Weshalb? Suchst Du jemanden, der Dir dein Telefon
anschließt..?”


“Hm… das könnte man(n) so
nennen… Vielleicht…”


Wieder erkannte ich dieses Lächeln in seinem Gesicht. Dann fing er an zu lachen. Kopfschüttelnd brach ich den Blickkontakt ab und verließ den Raum…

2 Comments:

At 27. September 2006 um 08:48, Blogger Lenny_und_Karl said...

Oh mir wird schlecht. Kenn ich aus Erfahrung. Mind. 20 Jahre älterer Kollege mit "lustigen" Anspielungen. Getroffen hab ich ihn dann auf dem Christopher Street Day. Ich als Zuschauer - er mit seinen Lack und Leder- Fetisch Freunden. Es gibt Dinge, die will man von Kollegen nicht wissen. Swingerclubs kennt er auch (Achtung doppeldeutig): in- und auswendig.

 
At 27. September 2006 um 12:58, Blogger Man in Metropolis said...

Schlechte Anmache... zu dem mehr als billig... einfach nur schlecht..

Eine Schande für die männliche Spezie.

 

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